Evakuierungsplan
Im Falle eines Feuers sollten Sie das Gebäude so schnell wie möglich verlassen. Deshalb ist es wichtig, zusammen mit den Mitbewohnern einen Plan für den Fluchtweg zu entwickeln.
Hier einige Tipps für den Fluchtweg:
- Jeder Mitbewohner sollte den für sich besten Fluchtweg kennen.
- Nach Möglichkeit sollten Sie das Gebäude immer nach unten verlassen.
- Stellen Sie sicher, dass der Fluchtweg nicht mit irgendwelchen Geräten oder Möbeln zugestellt ist.
- Bewahren Sie Schlüssel immer in der Nähe von verschlossenen Türen auf, die den Fluchtweg versperren.
- Sprechen Sie im voraus ab, wer sich im Brandfall um Kleinkinder, ältere und behinderte Mitbewohner kümmert.
Feuerlöschmittel
Entsprechend der Art des Feuers können verschiedene Löschmittel eingesetzt werden:
Wasser
Wasser
Wasser ist in vielen, aber nicht in allen Fällen ein geeignetes Löschmittel. Es wird in der Regel für brennbare Stoffe der Klasse A – feste Stoffe – verwendet. Der Nachteil, dass es im Winter gefriert, kann durch den Zusatz von bestimmten Chemikalien vermieden werden. Wasser ist billig und leicht verfügbar. Da es Strom leitet, muss beim Sprühen von Wasser ein entsprechender Abstand zu den Spannungsquellen eingehalten werden. Zum Löschen von brennbaren Flüssigkeiten ist Wasser nicht geeignet. Denn es hat ein größeres spezifisches Gewicht als zum Beispiel Öl oder Benzin, so dass diese brennend auf dem Wasser schwimmen. Außerdem ist Wasser zum Löschen brennbarer Metalle nicht geeignet, weil Verpuffungsgefahr besteht.
Feuerlöscher
Feuerlöscher
In jeder Firma, aber auch in Privathäusern sind geeignete und funktionstüchtige Feuerlöschgeräte bereitzuhalten, damit man im Brandfall sofort und wirkungsvoll gegen das Feuer vorgehen kann. In den ersten Minuten ist ein Brand meistens noch überschaubar und möglicherweise mit einem Löschgerät zu bekämpfen. Informieren Sie allerdings in jedem Fall, also auch dann, wenn Sie den Brand selber löschen könnten, die Feuerwehr. Versteckte Brandherde sehen manchmal nur die Experten.
Die Anzahl tragbarer Feuerlöschgeräte muss gut bemessen sein. Lassen Sie sich darüber von einem Löschtechnik-Experten beraten. Feuerlöscher sollten nicht zu hoch über dem Fußboden angebracht sein, damit auch kleine Personen diese ohne Schwierigkeiten aus der Halterung entnehmen und halten können. Tragbare Feuerlöscher nach DIN EN 3, Teil 1, wiegen bis zu 20 kg und enthalten bis zu 12 kg Löschmittel. Es wird durch gespeicherten oder bei Inbetriebnahme erzeugten Druck ausgestoßen. Je nach Füllmenge des Löschmittels kann zwischen 6 und 15 Sekunden lang gespritzt werden. Für den Brandfall ist ein Alarm- und ggf. ein Rettungsplan aufzustellen.
Verätzungen und Verbrennungen
Ca. 700.000 Menschen erleiden jährlich Verbrennungen oder Verätzungen. Die Hautschädigungen werden in unterschiedliche Grade unterteilt:
- Verbrennungen ersten Grades
Kleine, oberflächliche Verbrennungen, meist nur Hautrötungen. Diese Verletzung kann meist selbst behandelt werden. Kühlung oder das Auftragen einer kühlenden und entspannenden Hautsalbe genügen. - Verbrennungen zweiten Grades
Verbrennungen mit oberflächlicher Blasenbildung, sehr schmerzhaft. Als Sofortmaßnahme sollte die betroffene Haut gekühlt werden. - Verbrennungen dritten und vierten Grades
Sie zeichnen sich durch große Teile abgestorbenes Gewebe (Nekrosen) aus. Die Schmerzempfindlichkeit ist durch die Schädigung der Leitungsbahnen des Nervensystems stark vermindert. Oberhaut und Lederhaut sind völlig zerstört. Die Behandlung dieser Verletzung muss im Krankenhaus erfolgen.
Wichtig: Bei Kopf- oder Handverbrennungen immer gleich ins Krankenhaus, denn es droht ein Schock.
