VU LKW/Bus (leer) Person eingeklemmt
Beschreibung
Am Samstag, 21.03.2026 wurden kurz vor 18 Uhr die Feuerwehren Hilpoltstein und Meckenhausen sowie die Feuerwehr Greding zu einem Verkehrsunfall auf die BAB A9 alarmiert. Im Verlauf entwickelte sich der Einsatz zu einer aufwändigen technischen Rettung, die letztendlich durch die enge Zusammenarbeit aller eingesetzten Rettungskräfte erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Einer ersten Meldung zufolge war ein mit Stammholz beladener LKW umgestürzt, eine Person war als eingeklemmt gemeldet. Diese Lage bestätigte sich bei Eintreffen der Rettungskräfte, der LKW lag auf der Beifahrerseite und die Leitplanke neben dem Standstreifen hatte sich mit dem Fahrerhaus verkeilt. Der Beifahrer des LKW war zwischen Teilen der Kabine und der Leitplanke eingeklemmt und nur sehr eingeschränkt zugänglich. Der Fahrer des LKW und ein mitfahrendes Kind waren bereits aus der Kabine befreit und wurden vom Rettungsdienst und Ersthelfern betreut.
Nach der medizinischen Erstversorgung wurde in einer ersten technischen Maßnahme der Zugang zur Kabine über die Frontscheibe erweitert, sodass zwei Feuerwehrangehörige für die weiteren Maßnahmen in den Innenraum gelangen konnten. Stückweise entfernten diese Teile des Innenraums, um eine weitere Versorgung und Stabilisierung des Verletzten zu ermöglichen. Schnell war klar, dass aufgrund der komplizierten Einklemmung und der Fahrzeuggröße und -bauart herkömmliche Rettungsgeräte nicht ausreichend sind. Deshalb entschloss sich die Einsatzleitung bereits frühzeitig, den Rüstwagen Kran der Feuerwehr Allersberg und vorsorglich auch den Feuerwehrkran KW 50 der Berufsfeuerwehr Nürnberg nachzufordern.
Zur Entklemmung des Patienten entschlossen sich die Führungskräfte, die bereits geschaffene Öffnung der Fahrerkabine durch Zug zu erweitern. Dazu wurde die Seilwinde eines Fahrzeugs der Feuerwehr Greding an der Vorderachse angeschlagen, das Kabinendach wurde auf der Gegenseite mit einem Seilzug gesichert. Weiterhin wurde der Kran des Allersberger Rüstwagens an der Kabinenoberseite angeschlagen.
In ständiger enger Abstimmung der Abschnittsleiter „Technische Rettung“, „Seilzug“ und „Gerätebereitstellung“ zeigen die Maßnahmen Wirkung, und der Patient konnte aus der Einklemmung befreit und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung und zum Transport mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik übergeben werden. Ein Einsatz des Krans der Berufsfeuerwehr war nicht mehr erforderlich.
Während der gesamten Rettungsmaßnahmen sorgte das THW Hilpoltstein für ausreichend Licht an der Einsatzstelle, das BRK übernahm neben der Versorgung der Verunfallten und der Absicherung der Einsatzkräfte auch die Betreuung der Autofahrer im Rückstau. Da bereits in den letzten Wochen stark belastende Einsätze mit verletzten oder auch verstorbenen Personen zu bewältigen waren, wurde frühzeitig der Fachberater psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte zur Einsatzstelle gerufen, der nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen für Gespräche mit den Feuerwehrangehörigen bereitstand. Nach einer kurzen gemeinsamen Abschlussbesprechung aller Rettungskräfte wurde die Unfallstelle zur Unterstützung der Autobahnmeisterei Greding noch durch die Feuerwehr noch so lange abgesichert, bis der Verkehr aus dem Stau der mittlerweile gesperrten Autobahn abgeflossen war. Abschließend konnte die Einsatzstelle an die Polizei und den Bergedienst übergeben werden.
Fahrzeuge

Einsatzleitwagen (12/1)

Hilfeleistungs-Löschfahrzeug 20/16 (40/2)

GW-Logistik 1 (55/1)

Verkehrssicherungsanhänger 1
Wechselladerfahrzeug (36/1)

Abrollbehälter Brand (AB Brand)

Verkehrssicherungsanhänger 2
Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (40/1)

Wechselladerfahrzeug (36/2)



















