Jahreshauptversammlung 2020

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Samstag, 11. Januar 2020

HILPOLTSTEIN (bus) – (rod) ― 174 Einsätze (2018: 157) haben die Aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Hilpoltstein im vergangenen Jahr geleistet. Damit sind sie, die alle, bis auf die beiden Gerätewarte,ehrenamtlich tätig sind, nahezu an jedem zweiten Tag zu einem Einsatz alarmiert worden. Zusätzlich zum Einsatzgeschehen kommen weitere 66 Veranstaltungen, die auf Vereinsebene absolviert wurden.

Frederik Pleick, der im vergangenen Jahr ins Amt des 1. Vorsitzenden gewählt wurde, zeigte sich erfreut, dass die Jahresversammlung so gut besucht sei. Nach dem Gedenken an ein verstobenes Mitglied listete dieser einige der 66 Veranstaltungen des vergangenen Jahres besonders auf: Begonnen habe das Jahr 2019 mit dem Hallenbiathlon der Hilpoltsteiner Hilfsorganisatoren (BRK, Feuerwehr, Polizei, THW und Wasserwacht), das durch die Feuerwehrausgerichtet wurde. Danach versuchten sich einige Mitglieder erfolgreich im Bierbrauen und genossen dieses in einem, wenige Wochen später folgenden Starkbierfest. Einem Familienbruch folgte die Teilnahme am Florianstag in Hagenbuch und der „Tag der offenen Tür“, der wie immer sehr gut besucht war. Weitere Höhepunkte im Vereinsjahr waren ein Schiffsausflug auf der Donau von Kelheim nach Regensburg und die obligatorische Weihnachtsfeier. Die Aktiven und die Jugendlichen waren voll in die Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages (KJFWT) vom 12. bis 14.Juli eingebunden. Der Vorsitzende dankte allen für das gute Miteinander und das hervorragende Engagement, ehe er kurz einige geplante Veranstaltungen des laufenden Jahres ankündigte: Neben dem Tag der offenen Tür am 24. Mai seien die der Besuch der Patenfeuerwehr aus Werne (Nordrhein-Westfalen) vom 10. bis 12. Juli und der Burgfest-Trödelmarkt am 1. August einige der Höhepunkte im Vereinsjahr.

Nach dem Rückblick des Vorsitzenden brachte der 1. Kommandant Jürgen Flierl einige der insgesamt 174 Einsätze des vergangenen Jahres, die von den 78 Aktiven (2 Frauen) geleistet wurden, vor. Diese gliedern sich in 53 Brandeinsätze (hiervon 12 auf der Autobahn) und 28 Einsätzen, die durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden. Hilfeleistungen waren 79 (17 auf der BAB) zu bewältigen. Die restlichen 42 Einsätze erfolgten auf Grund von 11 Sicherheitswachen, 14 Fehlalarmierungen und 17 Freiwilligen Tätigkeiten (Verkehrsregelungen, Absperrungen und Sonstiges). Insgesamt seien für die Einsätze knapp 4750 Einsatzstunden (plus 619 Stunden gegenüber 2018) absolviert worden. Wie der Kommandant weiter ausführte, seien durch die Tatsache, dass man den KJFWT ausgerichtet habe, die Zahl der Übungsstunden gegenüber 2018 um knapp siebenhundert auf rund dreitausend Stunden gesunken. Weitere rund 1.100 Stunden wurden in die Atemschutz-Aus- und Fortbildung, 7.061 Stunden für sonstige Arbeiten und Ausbildungen (hiervon alleine rund 1.900 Stunden für die Vorbereitung, Durchführung und die Nacharbeiten des KJFWT), knapp eintausend Stunden für Lehrgänge, sowie etwas über dreitausend Stunden mit Gerätschaften und Fahrzeugen erbracht. Für die Verwaltung, Funk. EDV und Sonstiges seien knapp über 4.800 Stunden geleistet worden, so dass insgesamt von den Mitgliedern 24.682 Gesamtstunden (2018: 23.525 Gesamtstunden) geleistet wurden.

Nach diesem Zahlenwerk berichtete Jürgen Flierl in seiner Funktion als Kreisbrandmeister (KBM) noch über die Feuerwehren im Brandbezirk: Die 19 Ortswehren (einschließlich der Stützpunktwehr) haben eine Gesamtstärke von 674 Aktiven (65 Frauen), inclusive 31 Doppelmitgliedschaften. Außerdem gibt es 7 Jugendgruppen mit insgesamt 58 (6 weiblich) Feuerwehranwärtern. In zwei Kinderfeuerwehren sind insgesamt 36 (12 Mädchen) aktiv. Einschließlich der Passiven, der fördernden und der 46 Ehrenmitglieder beträgt die Gesamtzahl der Feuerwehren im Brandbezirk 1.610 Mitglieder. Die Feuerwehren verfügen 37 Fahrzeuge und Anhänger und haben 2019 insgesamt 447 Einsätze (plus 110) absolviert, bei denen 15 Personen gerettet und weitere sieben Personen nur noch Tot geborgen werden konnten. Ein Feuerwehrdienstleistender ist bei einem Einsatz im Jahr 2019 verletzt worden.

Kommandant Jürgen Flierl berichtete außerdem über durchgeführte und anstehende Beschaffungsmaßnahmen, für die durch die Stützpunktwehr nahezu 31.400 Euro aus eigenen Mitteln investiert worden seien. Der vor rund sieben Jahren aufgestellte Feuerwehrbedarfsplan habe sich bestens bewährt.

Flierl dankte abschließend allen Aktiven, den Führungskräften, der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Markus Mahl an der Spitze, der Kreisfeuerwehrführung mit Kreisbrandrat (KBR) Werner Löchl an der Spitze und der Landkreisverwaltung für die hervorragende Zusammenarbeit. Des Weiteren dankte er den anderen Hilfsorganisationen für die gute und vor allem kameradschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Einen besonderen Dank richtete der Kommandant an die Arbeitgeber der Aktiven, die es ermöglichten, dass ihre Mitarbeiter – in den überwiegenden Fällen kostenfrei – für Einsätze freigestellt würden.

Nach dem Kommandanten oblag es Felix Stier, einem der drei Jugendwarte, über das Geschehen der Jugendgruppe (15 Mitglieder, hiervon 3 Mädchen) zu berichten. Auch in seinem Bericht nahm der KJFWT einen großen Raum ein. Außerdem berichtete Stier, dass sich die Jugendlichen neben ihren 38 Montagsübungen an nahezu allen Vereinsveranstaltungen beteiligt haben. In einem 24-stündigem „Berufsfeuerwehrtag“ im Gerätehaus probten sie allerlei Einsätze zu selbst ungewöhnlichen Zeiten.

Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl betonte in seinem Grußwort, dass die Stützpunktwehr enormes für die Gesamtbevölkerung – und dies ehrenamtlich – geleistet habe. „Diese Leistung ist nicht mit Geld aufzuwiegen, dafürdanke ich euch im Namen aller 13.500 Einwohner von Hilpoltstein!“ Der Aufwand für die Durchführung des Kreisjugendfeuerwehrtages sei enorm gewesen, doch sei dieser von allen Seiten anerkannt worden. Mahl fuhr fort, dass der Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Hilpoltstein gut und wichtig sei und jede der Ortswehren genauso wie die Stützpunktwehr gebraucht werde. Die Einsatzzahlen zeigten, dass diese gegenüber früher auch, vor allem wegen ihrer Ortskenntnis, vermehrt eingesetzt werden. Leider sei ein gut funktionierendes Feuerwehrwesen auch mit einem – oftmals enormen – finanziellen Aufwand verbunden, dass dies der Stadtrat jedoch immer einstimmig „durchwinken“ würde. Das Stadtoberhaupt dankte allen nochmals für ihr Engagement und zeigte sich erfreut über die eigenen Aufwendungen, die von der Wehr sinnvoll eingesetzt würden.

Auch KBR Werner Löchl betonte, dass die Hilfe für die Mitbürger in Notlagen stets im Mittelpunkt der Aufgaben einer Feuerwehr stehen müsse. Wichtig sei eine schnelle und qualitativ hochwertige Hilfe, egal ob diese von einer „Profiwehr“ oder einer Ortswehr, die aufgrund ihrer Ausrüstung nicht alles leisten könne, komme. Löchl befürchtete, dass die Klimaentwicklung auch bei uns künftig für vermehrte Einsätze sorgen werde. In Rohr (im äußersten Nordwesten des Landkreises) beteilige sich die Feuerwehr am „First-Responder-System“ und helfe dadurch den Menschen, vor allem in medizinischen Notlagen. Doch sei dies mit einem enormen Zeitaufwand verbunden: Je Einsatzstunde kämmen etwa zehn bis fünfzehn weitere Stunden für die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte hinzu. Löchl dankte allen für ihr Engagement und wünsche ihnen Glück und Gesundheit bei den Einsätzen und Übungen.

Ehe sich die Teilnehmer an der Jahresversammlung traditionell in eines der beiden Gotteshäuser (heuer die evangelische Christuskirche) zum Dankgottesdienst begaben, zeichnet der Vereinsvorsitzende Frederik Pleick noch einige Mitglieder aus:

• Josef Gruber, langjährige Kommandant und Ehrenkreisbrandmeister ist seit 55 Jahren Mitglied der Wehr,• Franz Hofbeck, sen. ist bereits seit 60 Jahren in der Hilpoltsteiner Wehr aktiv,• Franz Bittner, der zwölf Jahr als stellvertretender Kommandant fungierte, wurde zum „Ehrenkommandanten“ ernannt.

Zusammen mit den beiden Vorsitzenden, den beiden Kommandanten und Bürgermeister Markus Mahl stellten sich die Geehrten einem Erinnerungsbild. Das Bild zeigt von links: Kommandant Jürgen Flierl, Vorsitzender Frederik Pleick, stellv. Vorsitzende Melanie Flierl, der neue Ehrenkommandant Franz Bittner mit Ehefrau, Josef Gruber, Franz Hofbeck sen., stellv. Kommandant Ludwig Fehlner und Bürgermeister Markus Mahl.

weitere Bilder folgen.

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