Vom Schlauchturm zum Übungsturm

Bitte wählen Sie:

Vom Schlauchturm zum Übungsturm

Vom Schlauchturm zum Übungsturm

Datum: 06.02.2012

Da wir in der FW-Hilpoltstein vor einem Jahr unsere neue Schlauchwaschanlage der Fa. Hafenrichter in Betrieb nehmen konnten und somit der Schlauchturm zum Trocknen der Schläuche nicht mehr gebraucht wurde, stellten wir Überlegungen an, wie der Schlauchturm in Zukunft zu nutzen ist.

Schnell war klar, dass eine Nutzung als Lagerraum wegen der nicht praktikablen Platzverhältnisse als Lager nicht in Frage kam.
Deshalb kamen wir als Höhensicherungsgruppe auf die Idee, unseren Kommandanten eine Nutzungsänderung als Übungsturm für die Höhensicherungsgruppe vorzuschlagen. Unser Vorschlag wurde nach kurzen Beratungen gerne angenommen, so dass wir mit der vollen Unterstützung der Führungskräfte das Projekt "Übungsturm" in Angriff nehmen konnten.

Ziel war es, eine Steigschutzeinrichtung (Einholmleiter) mit Sicherungsläufer und Ausstiegsplattform zu schaffen.
Nach monatelangem Suchen nach einer gebrauchten Steigschutzeinrichtung mussten wir feststellen, dass es keinen Sinn macht eine gebrauchte Anlage zu erwerben. Wieder konnten wir uns auf unsere Kommandanten verlassen, die Wege und vor allem finanzielle Mittel fanden, um eine Neuanschaffung umzusetzen.

Nun konnten wir mit dem Umbau beginnen.

Um das Projekt umzusetzen, mussten viele Arbeiten wie z.B.:

  • Abbau und Entsorgen der alten Schlauchkraneinrichtung
  • Deckendurchbruch Ausstieg herstellen
  • Abbau der alten Elektroanlage im Schlauchturm
  • Abwaschen der inneren Schlauchturmwände
  • Abkleben und Abdecken der Geländer und Fenster
  • Wände wurden von der Fa. Meier in der Farbe Weiß gespritzt
  • Ausdecken des Schlauchturmes
  • Gerüst holen und aufstellen
  • Lampen montieren
  • Holzverkleidung für Deckendurchbruch fertigen und montieren
  • Steigschutzeinrichtung montieren
  • Geländer mit Türe fertigen und montieren
  • Gerüst abbauen und aufräumen
  • Ausstiegssicherung (Anschlagpunkt)
  • Statik berechnen lassen (Statiker)
  • Abnahme Steigschutzeinrichtung

usw.

erledigt werden.

Fast alle Arbeiten wurden neben den normalen Tätigkeiten im Feuerwehrdienst von den Mitgliedern der Höhensicherungsgruppe erledigt.
Um einen sicheren Betrieb der Steigschutzanlage zu gewährleisten, müssen noch Schilder, Betriebsanweisungen, Gefährdungsbeurteilung erstellt, sowie Einweisungen in die Steigschutzeinrichtung durchgeführt werden. Dabei unterstützt uns unser Kamerad Klaus Kilian der als ausgebildeter Höhenretter bei der WF Flughafen Nürnberg tätig ist.
Wir gehen davon aus, dass wir Heuer den Übungsturm offiziell in Betrieb nehmen können.
Es können dann auch neben den vorhandenen Übungsbalkonen die wir für Anleiterübungen nutzen, der vorhandenen 8 Meter Abseilstelle für Selbstrettungsübungen mit der Feuerwehrleine, auch Übungen an der neuen Steigschutzanlage mit Sicherungsläufer durchgeführt werden. Da die Anlage innerhalb des Turmes liegt, ist es nun möglich bei schlechtem Wetter, oder bei simulierter Dunkelheit, Übungen durchzuführen.

Um Vorstiegsübungen durchführen zu können, ist es denkbar, dass wir Kranteile auf der noch freien Wandseite montieren. Vielleicht finden wir einen Gönner, der uns einen alten Kran zur Verfügung stellen kann, den wir für unseren nächsten "Bauabschnitt" umbauen und montieren können.

Vielen Dank an alle Helfer und Beteiligte, die sich für unser Projekt eingesetzt haben und noch einsetzen werden!

Bildergalerie

Aktuell sind 4 Fotos in der Bildergalerie

zur Bildergalerie

Weiterführende Links