Jahreshauptversammlung 2012
Von Rudolf Heubusch
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Jahreshauptversammlung 2012
Die im Jahr 2011 ehrenamtlich geleisteten 24050 Dienststunden haben die Führung der Freiwilligen Feuerwehr Hilpoltstein nahezu an ihre Leistungsgrenze gebracht. Dies zeigten die Zahlen, die im Rahmen der Jahresversammlung durch Kommandant Wolfgang Kaiser präsentiert wurden. Mit 103 Einsätzen mussten die Floriansjünger so viele Einsätze wie noch nie bewältigen. Besonders ärgerlich waren zahlreiche böswillige Alarmierungen, die zwischen Weihnachten und Neujahr zu verzeichnen waren.
Zu Beginn der Jahresversammlung gedachten die Teilnehmer ihres verstorbenen Ehrenvorsitzenden Walter Forster und ihres langjährigen Gerätewarts Alois Stadlbauer. In seinem Rückblick auf das Jahr 2011 erwähnte der Vorsitzende Jürgen Flierl unter anderem das Hallenfußballturnier, Katastrophenfußballturnier, Jugendleistungsspange, Familienbrunch, eine Spendenübergabe am Tag der offenen Tür, sowie das Ferienprogramm der Stadt Hilpoltstein. Beim Tag der offenen Tür konnte man in einem Überschlagsimulator erfahren, wie es ist, wenn man sich im Auto überschlägt. Für die Kinder war die Hüpfburg das Größte. Das größte Event der insgesamt 63 Veranstaltungen des vergangenen Jahres war jedoch die offizielle Inbetriebnahme der neuen Drehleiter DLA (K) 23/12 am 25. November.
Für 2012 erwähnte Flierl den Familienbrunch am 22. April, den Tag der offenen Tür am 20. Mai, den Florianstag am 10. Juni in Jahrsdorf und das Ferienprogramm der Stadt Hilpoltstein am 1. August. Der Vorsitzende dankte allen für das hervorragende Miteinander und das gezeigte Engagement. Besonders dankte er den Führungskräften und der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Markus Mahl für die stete Unterstützung. Mit den Worten: "Ein rollender Stein setzt kein Moos an" deutete er an, dass man stets in Bewegung bleiben müsse, um allen Erfordernissen gerecht zu werden.
Kommandant Wolfgang Kaiser berichtete, dass die Wehr derzeit über 75 Aktive, 18 Anwärter und 46 Passive Mitglieder verfüge. Insgesamt seien fünf Neuzugänge zu verzeichnen gewesen. Nach dem Besuch der Feuerwehrschule und der erfolgreichen Teilnahme am Gruppenführerlehrgang konnte Kaiser die Aktiven Christoph und Dominik Kaiser, Christian Regensburger und Michael Schneider zum Löschmeister befördern. Ludwig Fehlner wurde zum Hauptlöschmeister befördert. Außerdem stellte er der gesamten Mannschaft mit Sonja Donhauser, Matthias Endres, Jürgen Herler und Frederik Pleick einige Neuzugänge, die von anderen Feuerwehren kommen, vor.
Anhand der Einsatzstatistik zeigte der Kommandant, dass man erstmals mehr Brandeinsätze (37) als Technische Hilfeleistungen (36) zu bewältigen hatte. Bei den Bränden seien besonders der Großbrand der Lagerhalle in der Daimlerstraße und der Brand eines Wohnwagens am Campingplatz Kauerlach in Erinnerung geblieben. Ein Verkehrsunfall am Altstadtring, bei dem der Unfallverursacher ums Leben kam, war zugleich die einzige Technische Hilfeleistung, bei der die Rettungsschere zum Einsatz kam. Die insgesamt 103 Einsätze hätten mit einem Plus von 28 Prozent bei insgesamt 3045 Stunden zu Buche geschlagen, so Kaiser weiter.
Um immer auf dem Laufenden zu bleiben und alle Gerätschaften aus dem "ff" zu beherrschen ist es nötig, ständig zu üben: Hierfür haben die Aktiven der Hilpoltsteiner Wehr insgesamt sechzig Übungen und Schulungen mitgemacht und hierbei 3055 Stunden (plus 25 Prozent) erarbeitet. Besonders erfreut zeigte sich Wolfgang Kaiser über die hervorragende Übungsteilnahme. Im ersten Halbjahr hätten durchschnittlich 37, im zweiten Halbjahr sogar durchschnittlich 46 Aktive an jeder Übung teilgenommen. Die Wartung, Prüfung, Pflege und Reinigung der Atemschutzgeräte sowie die jährliche Ausbildung der Atemschutzgeräteträger ergab weitere 635 Stunden. Leistungsprüfungen, Brandschutzerziehung, Funklehrgang, Truppmannausbildung Teil 1, Übungen mit Ortswehren und vieles anderes mehr erbrachten 5386 Stunden. Weitere 902 Stunden ergaben die Ausbildungen an den staatlichen Feuerwehrschulen Würzburg, Geretsried oder Regensburg, sowie auf Landkreisebene. Für Fahrzeug- und Gerätepflege bzw. -Wartung, die Umbauarbeiten des Schlauchturms zu einer Übungsstrecke für die Höhensicherungsgruppe wurden 2857 Stunden erbracht. Der Punkt Verwaltung und Sonstiges ergab weitere 6350 Stunden.
Wolfgang Kaiser dankte allen für die hervorragende Mitarbeit und betonte, dass die enorme Stundenzahl nur durch die Zusammenarbeit aller möglich geworden sei. Zum Schluss seiner Ausführungen bat der Kommandant Bürgermeister Markus Mahl, dem Gerätewart und ihm nach Möglichkeit mehr Zeit während der Arbeitszeit für die Feuerwehr zur Verfügung zu stellen, da sie die anfallenden Arbeiten sonst - auch in ihrer Freizeit - kaum mehr schaffen würden.
Jugendwart Michael Schneider berichtete, dass die achtzehn Jugendlichen (3 weiblich, 15 männlich) bei 38 Übungstagen, der erfolgreichen Teilnahme an der Bayerischen Jugendleistungsprüfung, dem Berufsfeuerwehrtag, der Mithilfe am Tag der offenen Tür und dem Ferienprogramm insgesamt 1820 Stunden "erarbeitet" haben.
Bürgermeister Markus Mahl betonte in seinem Grußwort, dass die Stadt und ihre Bevölkerung wisse, was sie an ihren Feuerwehren habe und dies auch anerkenne. Er lobte die bemerkenswerte Leistung von über 24000 Stunden, die viele - besonders die Führungsdienstgrade - oftmals an ihre Leistungsgrenze gebracht haben. Mit Blick auf die Jugendarbeit und die hervorragende Brandschutzerziehung von Melanie Flierl betonte Mahl, dass der Stadt Hilpoltstein um die Zukunft ihrer Feuerwehren nicht bange sein brauche. Für 2012 wünschte das Stadtoberhaupt den Wehrmännern und -Frauen, dass sie stets gesund von ihren Einsätzen zurückkämen und sagte, dass die Arbeit bei der Feuerwehr bei aller Belastung dennoch Spaß machen solle.
Kreisbrandinspektor Erhard Schneider sagte, dass dem arbeitsreichen Jahr 2011 voraussichtlich ein nicht ruhigeres Jahr folgen werde. Wenn Mitte des Jahres die Integrierte Leitstelle in Betrieb gehe, werden die Einsatzzahlen durch veränderte Bedingungen sicherlich ansteigen. Doch damit diese in Betrieb gehen könne, seien viele Vorarbeiten erforderlich gewesen, betonte Schneider weiter. Ebenso werde es mit der Umstellung des bisherigen Analogfunks auf den Digitalfunk, bei dem der Landkreis Roth eine Vorreiterrolle spiele, geschehen - auch hier sind noch viele Vorarbeiten erforderlich. Schneider dankte Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl stellvertretend für alle Bürgermeister des Landkreises, dass sie die Umstellung auf den Digitalfunk so positiv sähen. Leider würden die drei Feuerwehrschulen immer mehr Lehrgänge auf die Landkreis- und Ortsebenen "abschieben" und dadurch den Ortswehren immer mehr Arbeit aufbürden. Schneider lobte die gute, harmonische Zusammenarbeit der Stadt Hilpoltstein mit der Feuerwehrführung des Landkreises und fand die Brandschutzerziehungsmaßnahmen von Melanie Flierl hervorragend.
"Die enorme Stundenzahl ist ein riesiges Kompliment an die gesamte Mannschaft und besonders an die Führung der Hilpoltsteiner Feuerwehr", betonte Kreisbrandmeister Michael Krauß in seinem Grußwort. Der gesamte Brandbezirk sei in Ordnung, die einzelnen Feuerwehren würden hervorragend zusammen arbeiten. Die Stadt und der Stadtrat würden ihr Bestes für ihre Feuerwehren geben und die Brandschutzerziehung trage Früchte durch eine spätere Nachwuchsgewinnung. Auch der KBM dankte allen und wünschte, dass sie stets gesund von ihren Einsätzen zurückkommen mögen.
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