Jahreshauptversammlung 2010

Von Rudolf Heubusch

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Jahreshauptversammlung 2010

Jahreshauptversammlung 2010

Datum: 23.01.2010

Auch wenn sich die geleistete Stundenzahl im Jahr 2009 (22 822) um 1921 Stunden auf 20 901 Stunden verringert hat, haben die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Hilpoltstein wieder einen enorm hohen Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung geleistet. Hierfür wurde ihnen im Rahmen ihrer Jahresversammlung - in deren Rahmen auch zwei ihrer Aktiven für langjährigen Dienst ausgezeichnet wurden - Lob, Dank und Anerkennung gezollt.

Nach einem stillen Gedenken für die beiden im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder ließ Vorsitzender Jürgen Flierl das Jahr 2009 nochmals Revue passieren. So seien der erstmals durchgeführte "Damentag", an dem den Ehefrauen durch die Aktiven im Feuerwehrhaus für ihr Verständnis gedankt wurde, und der "Familienbrunch" hervorragend angenommen worden. Weitere Höhepunkte seien u.a. der "Tag der offenen Tür", das Katastrophenfußballturnier, der Vereinsausflug und die Waldweihnachtsfeier gewesen. Insgesamt konnte Jürgen Flierl über 87 Veranstaltungen auf Vereinsebene berichten. Er dankte allen für die hervorragende Teilnahme und die große Unterstützung, die wieder geleistet wurde. Flierl betonte, dass diese Veranstaltungen und Arbeitseinsätze neben dem Übungsdienst und den Einsätzen erfolgt seien. Einen besonderen Dank richtete der Vorsitzende an die Fahnenabordnung, den Verwaltungsrat, die Kommandanten, Gruppen- und Zugführer, die Leiter der Jugendarbeit, den "Hausmeister" der neu gestalteten Internet-Homepage (URL: www.feuerwehr-hilpoltstein.de), sowie an die Frauen für deren Verständnis, dass ihre Männer einem solch aufwändigem Hobby nachgingen.

In seinem Ausblick auf das Jahr 2010 erwähnte der Vorsitzende Veranstaltungen wie beispielsweise den Familienbrunch, die Teilnahme an Feuerwehrfesten, Gerätehaus-Einweihung, Florianstag, Radtour, Vereinsausflug, Tag der offenen Tür und das Jubiläums-Katastrophenfußballturnier der Hilpoltsteiner Hilfsorganisationen. Flierl bat auch für dieses Jahr um Unterstützung für die geplanten Vorhaben und erwähnte noch, dass man mit der Spende (2250 Euro) der Sparkasse ein Mehrzweckzelt, das für die Jugend und für Einsätze verwendet werden könne, anschaffen werde.

In seinem Grußwort sagte Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl allen Lob und Dank für ihren selbstlosen Einsatz zum Wohl der Bevölkerung. Er betonte, dass der Verwaltungsaufwand immer umfangreicher sei, doch: "Die Aus- und Fortbildung aller Aktiven ist die Basis für die Einsätze, die geleistet werden". In seinen Dank schloss er besonders die Führungskräfte ein, die stets über den Tellerrand der eigenen Wehr hinaus blickten und stets das Wohl aller im Auge hätten. Mit der Hoffnung, auch das Jahr 2010 wieder unfallfrei zu beenden, betonte Markus Mahl, dass die Behörden stets hinter ihren Feuerwehren stünden.

Auch Kreisbrandrat Werner Löchl dankte den Führungskräften für deren enormen Arbeitsaufwand und dankte allen für ihren Dienst an der Allgemeinheit. "Nur wenn eure Familien hinter euch stehen, ist es möglich, solche Leistungen zu vollbringen!" Löchl betonte, dass die Ziele, die sich die Führung der FF Hilpoltstein gesteckt habe, nicht zu hoch waren - und erfüllt wurden.

Mit den Worten: "Ausbildung ist alles - macht weiter so" dankte Kreisbrandinspektor Erhard Schneider allen für die hervorragende Zusammenarbeit.

"Bittere Szenen - Situationen in denen wir nicht helfen können, sollen und können uns nur durch eine entsprechend gute Ausbildung erspart bleiben", betonte Kreisbrandmeister Michael Krauß. Er dankte allen für den Zusammenhalt und besonders der Jugend, die irgendwann zum aktiven Dienst nachrücken werde und betonte, dass alle bemüht sein sollten sich in eine Richtung - nämlich vorwärts - zu bewegen. Mit Blick auf die künftige "Integrierte Leitstelle" (ILS) betonte Krauß, dass derzeit die Weichen für die Zukunft des Rettungswesens gestellt würden.

In Vertretung von Jugendwart Uwe Renner berichtete dessen Stellvertreter Michael Schneider, dass im vergangenen Jahr vier Jugendliche zur aktiven Wehr gewechselt und zwei ausgetreten seien. Nach dreizehn Neuzugängen verfüge die Jugendgruppe derzeit über 24 Jugendliche (hiervon fünf Mädchen). In 37 Zusammenkünften wurden diese an das Feuerwehrwesen herangeführt. Hierbei seien 1474 Stunden zusammengekommen. Höhepunkte in der Jugendarbeit seien eine 24-Stunden-Übung, die erfolgreiche Abnahme der "Deutschen Jugend Leistungsspange", die "Jugendflamme 2" (mit jeweils elf Teilnehmern), sowie ein Wissenstest, den 20 Jugendliche bestanden, gewesen. Schneider dankte besonders den Ausbilder für deren Geduld mit den Jugendlichen.

Ehe Landrat Herbert Eckstein mit Willi Bögl und Andreas Kaiser zwei Aktiven das "Staatliche Ehrenzeichen in Silber" für 25-Jährigen Dienst anheftete, gab er seiner Freude Ausdruck, dass bereits die Jüngsten an dieser Versammlung teilnähmen. Er betonte, dass die Planungen für die ILS große, jedoch auch wichtige Änderungen für die Feuerwehren darstellen würden. Hierbei geschähe enorme Detailarbeit im Hintergrund, die von niemandem wahrgenommen würde. Den Führungskräften zollte der Landkreischef hierfür hohen Respekt, sei sich aber sicher, dass sie diese gewaltige Herausforderung meistern würden. Eckstein dankte allen für die hervorragende Zusammenarbeit im gesamten Brandbezirk und betonte, dass sich die Führung der Stadt Hilpoltstein auf ihre Feuerwehren verlassen könne. Überhaupt sei die Feuerwehr in Hilpoltstein bei einem Durchschnittsalter ihrer Fahrzeuge von 13 Jahren hervorragend aufgestellt.

Mit Blick auf den Neubau der Atemschutz-Übungsstrecke betonte Herbert Eckstein, dass die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger höchste Priorität genießen müsse. Die Bevölkerung setze - auch auf dem 'flachen Land' voraus - dass sie im Schadenfall größtmögliche Sicherheit genieße. Dass dies im Landkreis Roth alles ehrenamtlich - und somit ohne Bezahlung - geschähe, sei vielen nicht bewusst.

Das Jahr 2009 in Zahlen

Kommandant Wolfgang Kaiser oblag es, im Rahmen der Jahresversammlung der FF Hilpoltstein (siehe gesonderten Bericht) die Zahlen des Jahres 2009 zu präsentieren. Zunächst begrüßte er mit Johannes Fleischmann, Jochen Drost, Magnus Mahl und Marco Schmitzer die vier Aktiven, die von der Jugendwehr zur aktiven Wehr gewechselt sind.

So hat die FF Hilpoltstein derzeit 142 Mitglieder, die sich in 77 Aktive, 24 Anwärter und 41 Passive aufteilen. Kaiser berichtete über das Einsatzgeschehen mit 83 Einsätzen (29 Brände, 30 Hilfeleistungen, 19 Sicherheitswachen und 5 Fehlalarmierungen) mit insgesamt 2896 Stunden. Mit den Fahrzeugen seien bei Einsätzen und Übungen insgesamt 15 910 Kilometer gefahren worden. Bei 43 Übungen und Schulungen der Aktiven wurden insgesamt 1627 Stunden Dienst geleistet. Von diesen entfallen alleine auf die Höhensicherungsgruppe 205 Stunden.

In die Sparte "Atemschutz" (Wartung, Pflege, Reinigung der Geräte nach Einsätzen und Übungen, Aus- und Fortbildung) haben die Aktiven 533 Stunden investiert, berichtete Kaiser weiter. Unter der Überschrift "Ausbildung und Dienstversammlungen" - hierzu zählen neben vielem anderen Leistungsprüfungen, Brandschutzerziehung, Truppmannausbildung, Funklehrgang, Übungen mit Ortsteilwehren, Besprechungen und die Jahresversammlung - seien 4110 Stunden zusammengekommen. 27 Aktive investierten insgesamt 524 Stunden in zehn Lehrgänge, die im Landkreis bzw. den Feuerwehrschulen Geretsried, Regensburg oder Würzburg stattfanden. Für Arbeiten an Fahrzeugen und Geräten wurden 2157 Stunden investiert.

Den größten Part bildet traditionell die Abteilung "Verwaltung und Sonstiges", die im Jahr 2009 mit 6734 Stunden zu Buche schlug. Insgesamt seien somit 20 901 Stunden ehrenamtlicher Dienst geleistet worden. Erfreut zeigte sich der Kommandant, dass bei allen Einsätzen und Übungen niemand verletzt worden sei.

Wolfgang Kaiser dankte der Stadt Hilpoltstein für die Beschaffung von verschiedenen Gerätschaften, wie beispielsweise einem Plasmaschneider und einem weiteren Verkehrssicherungsanhänger. Rund 18 000 Euro wurden außerdem durch Sponsoren sowie aus eigenen Mitteln für Grünanlagen ums Gerätehaus, einen Biergarten auf der Südseite, Helme und Overalls für die Höhensicherungsgruppe, Uniformen und "Rosenbauer" - Helme für die Atemschutzgeräteträger investiert.

Für 2010 stehen neben Schläuchen und Schutzkleidungen der Umbau der Schlauchpflegeanlage und neue Tore für die alte Fahrzeughalle, sowie die Ersatzbeschaffung einer Rettungsschere und eines Abstützsystems ganz oben auf der Wunschliste an die Stadt, betonte Kaiser weiter. Aus eigenen Mitteln werden ein neuer Kommandowagen, Türöffnungswerkzeug, Sprechgarnituren Atemschutz und neuartige Leinenbeutel beschafft.

Zum Schluss dankte Kommandant Wolfgang Kaiser der Stadt Hilpoltstein mit seiner Verwaltung für die durchgeführten und bereits zugesagten Beschaffungen und die hervorragende Zusammenarbeit. Er dankte seinem Stellvertreter, den Führungsdiensten, der Vorstandschaft, der Feuerwehrführung im Landkreis, den Jugendwarten und allen Aktiven und Passiven, sowie besonders den Arbeitgebern der Aktiven für deren problemlose und kostenfreie Bereitstellung der Feuerwehrkameraden zu den Einsätzen im vergangenen Jahr.

Mit den Worten "Gott zur Ehr' - dem Nächsten zur Wehr! Einer für Alle - Alle für Einen!" und einer deftigen Brotzeit für die Anwesenden endete die Jahresversammlung.

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