Jahreshauptversammlung 2011

Von Rudolf Heubusch

Großes Lob für Bewältigung des Großbrandes von allen Seiten

über 2500 Stunden mehr als 2009 geleistet

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Jahreshauptversammlung 2011

Jahreshauptversammlung 2011

Datum: 22.01.2011

Alles in allem 22609 Stunden für die Allgemeinheit und somit über 2500 Stunden mehr als im Jahr 2009 haben die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Hilpoltstein im vergangenen Jahr geleistet. Während der Jahresversammlung wurde ihnen zudem für die hervorragende und umsichtige Bekämpfung des Großbrandes in der Hilpoltsteiner Daimlerstraße von allen Seiten Lob und Dank zuteil. Mit Franz Bittner und Jürgen Flierl wurden zudem zwei verdiente Aktive für 40- beziehungsweise 25-Jährigen Dienst ausgezeichnet.

Mit 56 Veranstaltungen sei das Jahr 2010 im Großen und Ganzen ein eher ruhiges Jahr gewesen, betonte der Vorsitzende der FF Hilpoltstein, Jürgen Flierl zu Beginn seines Jahresrückblicks. Flierl erwähnte unter anderem den Familienbrunch, der sehr gut angenommen wurde, den Tag der offenen Tür, das Jubiläums-Katastrophenfußballturnier, die Teilnahme an Feuerwehrfesten in Karm, Roth und Weinsfeld, Challenge, Burgfest-Trödelmarkt, Ferienprogramm, Vereinsausflug und die Weihnachtsfeier. Er dankte allen, die sich in irgendeiner Weise für das Wohl der Feuerwehr engagiert hätten und nannte besonders seinen Stellvertreter, die Kommandanten, Kreisbrandmeister Michael Krauß, Kreisbrandinspektor Erhard Schneider und Kreisbrandrat Werner Löchl. Nicht vergessen wolle er auch die Fahnenträger, Kassier Klaus Lang, Schriftführer Franz Mosandl, die Gerätewarte, den Jugendwart, die Frauengruppe und hier besonders die Partnerinnen, die uns für unseren Dienst stets den Rücken frei halten, sowie den "Internet-Hausmeister" Dominik Kaiser, der die Webseite (www.feuerwehr-hilpoltstein.de) stets äußerst aktuell gestalte. Eine weitere Dankadresse ging an den Verwaltungsrat und die Stadtverwaltung mit Bürgermeister Markus Mahl an der Spitze.

In einem kurzen Ausblick auf das Jahr 2011 erwähnte Jürgen Flierl das Katastrophenfußballturnier, das am 2. April als Hallenturnier in der Sporthalle des Gymnasiums stattfindet, den Familienbrunch am 10. April und den Florianstag am 15. Mai in Unterrödel.

Jugendwart Michael Schneider berichtete, dass die Jugendgruppe derzeit aus fünf Mädchen und fünfzehn Jungs bestünde. An 37 Ausbildungstagen (Montags) und zwei Samstagen wurden die Jugendlichen an den Feuerwehrdienst herangeführt. Vierzehn von ihnen hätten sich erfolgreich dem Wissenstest gestellt und beim Kreisjugendfeuerwehrtag in Abenberg habe eine Gruppe mit sieben Teilnehmern den 11. Platz belegt. Insgesamt sei in die Jugendarbeit 1727 Stunden investiert worden.

Ehe Landrat Herbert Eckstein zwei Aktive für 25- bzw. 40-Jährigen Dienst auszeichnete, gab er seiner Freude Ausdruck, dass Jung und Alt vertreten sei. Er dankte allen und besonders Kommandant Wolfgang Kaiser, der den Einsatz in der Daimlerstraße vorbildlich geleitet habe. Eckstein betonte, dass die Entscheidung, frühzeitig einen Personaltausch vorzunehmen, perfekt gewesen sei. "Nur Miteinander ist man stark," sagte Eckstein weiter und lobte die hervorragende Zusammenarbeit der kleinen mit den größeren Wehren. "Wir setzen unser Leben und unsere Gesundheit unentgeltlich für andere ein - deshalb ist es äußerst wichtig, gut ausgebildet zu sein um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein!" Auch wenn er schon manchmal gefragt worden sei, ob denn der Neubau der Atemschutz-Übungsstrecke in dieser Dimension erforderlich sei, müsse er immer wieder betonen, dass dies für die Sicherheit der Bevölkerung unabdingbar sei. Die derzeit laufenden Vorarbeiten für die künftige Integrierte Leitstelle seien immens, für deren künftigen reibungslosen Betrieb aber ebenfalls zwingend erforderlich schloss der Landkreischef seine Ausführungen.

Mit dem silbernen Ehrenzeichen konnte Landrat Herbert Eckstein zusammen mit Bürgermeister Markus Mahl den 1. Vorsitzenden der Hilpoltsteiner Wehr, Jürgen Flierl für 25-Jährigen aktiven Dienst auszeichnen. Für 40 Jahre aktiven Dienst zeichneten sie Franz Bittner, der zwölf Jahre als stellvertretender Kommandant fungierte, mit dem goldenen Ehrenzeichen aus. Eckstein dankte den beiden für ihren unermüdlichen Dienst für die Allgemeinheit.

"Durch die Tatsache, dass uns das Jahr 2010 keine größeren oder langwierigen Einsätze beschert hat, ist die Zahl der Stunden, die wir hierfür geleistet haben, um 523 auf 2373 Stunden gesunken", betonte der Kommandant der FF Hilpoltstein, Wolfgang Kaiser in seinem Rückblick während der Jahresversammlung. Dennoch habe sich die Zahl der Einsätze und Sicherheitswachen gegenüber dem Vorjahr um zehn auf 93 Einsätze erhöht. 27 Brandeinsätze, 39 technische Hilfeleistungen, 7 Fehlalarme und 20 Sicherheitswachen waren in 2010 zu verzeichnen.

Da man das Übungskonzept von den großen Zugübungen auf kleinere Gruppenübungen umgestellt habe, seien 2010 so viele Übungen wie noch nie abgehalten worden, betonte Kaiser weiter. Dies schlage sich auch in den Gesamtstunden - und der Tatsache, dass der Übungsbesuch nahezu immer hervorragend gewesen sei - die um 815 auf 2442 Stunden gestiegen sind, nieder. Für Atemschutz habe man 585 (2009: 533), für sonstige Ausbildung und Dienstversammlungen 5163 (4110), sowie für Lehrgänge 1022 (524) Stunden aufgewendet. Weitere 1316 (2009: 2157) Stunden für Arbeiten am Gerätehaus und an Fahrzeugen, sowie 7981 (6734) Stunden für Verwaltung und sonstiges runden das Gesamtergebnis ab, so dass - mit den 1727 Stunden für die Jugendarbeit - 22609 Gesamtstunden (2009: 20055) geleistet worden seien, fuhr Wolfgang Kaiser fort.

Sorge bereite ihm die mittlerweile in die Jahre gekommene Drehleiter (DLK), die nicht mehr zuverlässig funktioniere und für die man schon bald Ersatz bräuchte, fuhr Kaiser fort. Da auch die Tagesalarmsicherheit nach dem Arbeitsplatzwechsel einiger Aktiver nicht immer sichergestellt sei, appellierte Kaiser an alle die im Stadtgebiet arbeiten und möglicherweise bei einer Ortswehr aktiv sind, sich der Stützpunktwehr anzuschließen um diese zu verstärken.

Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller sei der Großbrand in der Daimlerstraße sehr gut abgelaufen und man habe die Nachbarhallen vor größerem Schaden schützen können.

Der Kommandant berichtete weiter, dass acht Aktive Lehrgänge der staatlichen Feuerwehrschulen und weitere 19 Aktive Lehrgänge auf Landkreisebene besucht hätten. Die Führerscheinregelung, die durch die Stadt Hilpoltstein jährlich mit 5000 Euro gefördert werde, habe sich bewährt: Neun Aktive hätten 2009/2010 den Führerschein bestanden und und die Maschinistenausbildung absolviert. In diesem Jahr würden sich weitere vier Aktive dieser Ausbildung unterziehen.

Wolfgang Kaiser dankte allen, die ihn während des vergangenen Jahres unterstützt hätten, besonders Bürgermeister Mahl und der Stadtverwaltung, seinem Stellvertreter Andreas Krauß, den Zugführern, der Vorstandschaft, den Jugendwarten sowie der Feuerwehrführung im Landkreis mit KBR Werner Löchl an der Spitze.

Einen besonderen Dank richtete Kommandant Wolfgang Kaiser an die Arbeitgeber der Aktiven, die ihre Mitarbeiter kostenlos für Einsätze freistellen würden.

Bürgermeister Markus Mahl begann sein Grußwort mit: "Wir können mit Stolz sagen: 'Wir sind bei der Feuerwehr Hilpoltstein!'" Denn beim Einsatz vor einer Woche sei alles reibungslos gelaufen und die kleineren Ortswehren seien für die Wasserversorgung aus dem Gänsbach hervorragend eingebunden worden. Mahl dankte dem Kommandanten für die vorbildliche Einsatzleitung und betonte, dass Technik wichtig sei, diese aber dann auch zuverlässig funktionieren müsse. Deshalb sei er - und viele Bürger sowie zahlreiche Stadträte - überzeugt, dass Hilpoltstein eine neue DLK benötige, auch wenn die Finanzierung bislang noch nicht geklärt sei. Der Bürgermeister dankte allen für das Engagement während des Jahres und wünschte allen eine gute Zukunft. Den beiden Geehrten sagte er, dass diese Ehrung keinesfalls ein Ersatz für eine Lebensleistung sein könne.

Kreisbrandmeister Michael Krauß betonte, dass beim Einsatz in der Daimlerstraße alle Zahnräder perfekt ineinander gegriffen hätten. Krauß dankte allen für die großartige Leistung, bei der es kaum Reibungsverluste gegeben habe und sagte, dass er angesichts dieses Einsatzes keine Angst vor der Zukunft des Feuerlöschwesens habe. Allen wünschte er, verbunden mit dem Dank für das bisher Geleistete, unfallfreie Einsätze und Übungen.

Kurz und bündig sagte Kreisbrandinspektor (KBI) Erhard Schneider: "Danke - macht weiter so!"

"Die FF Hilpoltstein hat mit diesem Einsatz Maßstäbe im Landkreis durch ihre Spitzenleistung gesetzt, sie ist einer der Eckpfeiler auf die ich mich voll und ganz verlassen kann", sagte Kreisbrandrat Werner Löchl und dankte Bürgermeister Markus Mahl für die hervorragende Ausrüstung, die die Feuerwehren in seiner Stadt hätten. Dank sagte Löchl auch der Führung und allen Aktiven und wünschte ihnen stets das nötige Quäntchen Glück.

Mit der Aufstellung zum gemeinsamen Kirchenzug und einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche endete die Jahresversammlung.

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