Jahreshauptversammlung und Fahrzeugsegnung

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Samstag, 17. Januar 2015

Die im Jahr 2014 ehrenamtlich geleisteten 25.218 Dienststunden haben die Freiwilligen Feuerwehr Hilpoltstein erneut an ihre Leistungsgrenze gebracht. Dies zeigten die Zahlen, die im Rahmen der Jahresversammlung durch Kommandant Jürgen Flierl präsentiert wurden.

In seinem Rückblick auf das Jahr 2014 erwähnte der Vorsitzende Michael Schneider unter anderem das Hallenfußballturnier, Katastrophenfußballturnier, Familienbrunch, sowie das Ferienprogramm der Stadt Hilpoltstein. Beim Vereinsausflug zusammen mit dem THW Hilpoltstein konnten vergnügliche und interessante Tage in Köln verbracht werden. Große Freude bereitete aber auch die erstmalige Teilnahme der "Bürgerwehr" mit den selbst genähten Kostümen am Burgfestumzug.

Für 2015 erwähnte Schneider den Familienbrunch am 12. April, den Tag der offenen Tür am 17. Mai und das Ferienprogramm der Stadt Hilpoltstein am 5. August. Der Vorsitzende dankte allen für das hervorragende Miteinander und das außerordentliche Engagement. Besonders dankte er den Führungskräften und der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Markus Mahl für die stete Unterstützung.

Kommandant Jürgen Flierl berichtete, dass die Wehr derzeit über 64 Aktive, 14 Anwärter, 29 Passive und 20 fördernde Mitglieder verfüge. Insgesamt seien zwei Neuzugänge mit Nico Mann und Moritz Stier in der aktiven Wehr zu verzeichnen gewesen. Die Gruppenführer Matthias Massopust und Matthias Endres wurden im Rahmen der Versammlung zu Löschmeister befördert.

Anhand der Einsatzstatistik zeigte der Kommandant, dass im vergangenen Jahr 1.800 Einsätzstunden weniger  als im Vorjahr bei 55 Brandeinsätze, 66 Technische Hilfeleistungen, 9 Fehlalarmen, 10 Sicherheitswachen und 17 sonstige Tätigkeiten wie Verkehrsregelungen / Absperren zu bewältigen waren. Bei den Technischen Hilfeleistungen seien besonders der Sturm am 21. Oktober in Erinnerung geblieben, wo viele Bäume, unter anderem bei der Fa. Maas & Roos, ungestürzt sind und diese von der Feuerwehr beseitigt werden mussten.  

Um immer auf dem Laufenden zu bleiben und alle Gerätschaften und den neuen Digitalfunk aus dem "ff" zu beherrschen ist es nötig, ständig zu üben: Hierfür haben die Aktiven der Hilpoltsteiner Wehr insgesamt 79 Übungen und Schulungen mitgemacht und hierbei 3.578 Stunden (plus 1.298 Std./Vorjahr) erarbeitet. Besonders erfreut zeigte sich Jürgen Flierl über die sehr gute Übungsteilnahme mit durchschnittlich 30 Teilnehmern.  Die Wartung, Prüfung, Pflege und Reinigung der Atemschutzgeräte sowie die jährliche Ausbildung der Atemschutzgeräteträger ergab weitere 574 Stunden. Für die Ausbildung zum Truppmann, Fahrsicherheitstraining, modulare Grundausbildung am Standort  und vieles mehr wurden zusätzlich 5.914 Stunden erbracht. Die Fahrzeug- und Gerätepflege bzw. -Wartung, die Umbauarbeiten des Schlauchturms zur Übungsstrecke der Höhensicherungsgruppe benötigten zusätzliche 3.169 Stunden. Der Punkt Verwaltung und Sonstiges schlug mit weiteren 5.493 Stunden zu buche.

Jürgen Flierl dankte allen für die hervorragende Mitarbeit und betonte, dass die enorme Stundenzahl nur durch die Zusammenarbeit aller möglich geworden sei. Ein weiterer Dank ging an Bürgermeister Mahl, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung für die sehr gute Zusammenarbeit und den durchgeführten Beschaffungen.

Jugendwart Matthias Endres berichtete, dass die vierzehn Jugendlichen bei 48 Übungstagen, der erfolgreichen Teilnahme an der Bayerischen Jugendleistungsprüfung, dem Berufsfeuerwehrtag, der Mithilfe am Tag der offenen Tür und dem Ferienprogramm insgesamt 1.143 Stunden "erarbeitet" haben.

Bürgermeister Markus Mahl betonte in seinem Grußwort, dass die Feuerwehren im Brandbezirk noch besser zusammengeführt werden müssen. Die notwendige Ausstattung wird zur Verfügung gestellt, die umfangreichen Erfordernisse an die Wehren können jedoch nur zusammen bewältigt werden. Dass dieses gelinge, sei er sich sicher, da die Arbeit über die Grenzen im Gegensatz zu den Gemeinden bei den Feuerwehren bereits gut funktioniere. Als Beispiel nannte das Stadtoberhaupt den Kommandanten der Feuerwehr Marquardsholz Martin Eckmann, der für 25 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr Hilpoltstein im Anschluss ausgezeichnet wurde. Zum Schluss bedankte er sich noch im Namen der Bevölkerung bei der Feuerwehr und den anwesenden Abordnungen von THW und Wasserwacht für die erbrachten Leistungen im Ehrenamt.       

Kreisbrandinspektor Erhard Schneider dankte für die geleistete Arbeit im Vergangenen Jahr. Er hob die Zusammenarbeit der Feuerwehrführung mit der Stadt Hilpoltstein hervor. Hier zeige sich, dass das Getriebe ordnungsgemäß läuft und dies für die weitere Entwicklung der Feuerwehren ein wichtiger Faktor sei.

Kreisbrandmeister Michael Krauß versprach, dem arbeitsreichen Jahr 2014 wird voraussichtlich ein nicht ruhigeres Jahr folgen. Zu den vielen Einsätzen hob er die vielen Arbeiten im Hintergrund wie Ausbildung und Verwaltung hervor. Die wichtigen Veränderungen der Zusammenführung im Brandbezirk Hilpoltstein seien bereits in vollem Gange und das Ehrenamt bei den Feuerwehren wird mittlerweile wie bei hauptamtlichen Berufsfeuerwehren ausgeübt. Seinen Dank richtete er an die Stadt mit Bürgermeister und seinen Stadträten für die Anschaffung der Ausrüstung sowie an die Aktiven Feuerwehrkräfte, dass sie der Wehr in den kommenden Jahren treu bleiben.

Im Anschluss der Jahreshauptversammlung fand um 18:00 Uhr ein Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder und der Bitte um Gottes Segen für die Einsätze und Übungen des laufenden Jahres in der katholischen Kirche statt. Nach einem Rückmarsch zurück zum Gerätehaus erfolgte dort noch die Segnung des neuen Einsatzleitwagens (ELW 1), des Schlauchbootes und der restaurierten Fahne durch die Geistlichen Kaplan Wolfgang Hagner und Pfarrerin Verena Fries. Der Abend endete mit einem guten Abendessen und gemütlichen Beisammensein.

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