Fortbildung Einsatzführung

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Sonntag, 17. April 2016

"Taktik ohne Technik ist hilflos, Technik ohne Taktik ist sinnlos"
Heinrich Schläfer, Feuerwehr München

Der im Jahr 2014 beschaffte Einsatzleitwagen ELW 1 der Feuerwehr Hilpoltstein wird seit einem Jahr bei nahezu allen Einsätzen als Führungsfahrzeug genutzt. Um Führungspersonal und Führungsfahrzeug noch effektiver einsetzen zu können, beabsichtigten die für die Ausbildung Verantwortlichen der Feuerwehr Hilpoltstein, eine Fortbildung der Führungskräfte und weiterer auf dem ELW 1 eingesetzter Kräfte durchzuführen.

Zur Festigung und Erweiterung der Kenntnisse im Bereich der Einsatzführung und Einsatzleitung konnten nun am Freitag, 15.04. und Samstag, 16.04. insgesamt 15 Führungskräfte und Führungsgehilfen der Feuerwehren Hilpoltstein, Hagenbuch, Jahrsdorf und Patersholz an einer Fortbildungsveranstaltung teilnehmen.

Für die Fortbildung konnte Andreas Rehbein von KOBRA-Konzepte für Brandschutz GmbH aus Recklinghausen gewonnen werden, der engagiert und lehrreich Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Einsatz- und Abschnittsleiter C-Dienst und stellvertretender Wachvorsteher einer Feuer- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr Düsseldorf weitergab. Unterstützt wurde die Ausbildung in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst durch einen Kameraden vom BRK Augsburg.

Geschult und trainiert wurden vor allem Grundlagen der Einsatzführung sowie die Kommunikation und die Zusammenarbeit an Einsatzstellen und der Umgang mit Führungshilfsmitteln. In einem theoretischen Teil der Fortbildung wurden Grundlagen der Lagekartenführung, Abschnittsbildung und Kommunikationsstrukturen vermittelt und Maßnahmen zur Vereinfachung von Einsatzabläufen wie z.B. Checklisten auch von den Schulungsteilnehmern selbst erarbeitet. Für den praktischen Teil der Fortbildung hatte Andreas Rehbein aufwendig und detailliert verschiedene Einsatzbeispiele vorbereitet.

In professionell gestalteten Bildern und Videosequenzen von Gebäuden im Hilpoltsteiner Stadtgebiet waren kleine und auch größere Einsatzlagen mit Rauch und Flammen so realistisch dargestellt, dass sich für die Übungen weitere Beschreibungen und abstrakte Vorstellungen erübrigten und die jeweilige Lage von den Übungsteilnehmern unmittelbar erkannt und entsprechend beurteilt werden konnte.

Die Übungen an bekannten und auch bisher unbekannten Objekten aus dem unmittelbaren Einsatzbereich waren für alle Teilnehmer spannend, vielfältig und lehrreich, und Andreas Rehbein hatte es gut verstanden, alle mitwirkenden Führungskräfte und Führungsgehilfen trotz unterschiedlicher Ausbildung und Erfahrung auf ihrem jeweiligen Kenntnisstand abzuholen und zu einem gemeinsamen Übungs- und Lernerfolg zu führen.

Die als Planübung bearbeiteten Einsatzlagen erstreckten sich vom Kamin- und Zimmerbrand mit einem beschränkten Kräfteansatz über Feuer in einem ausgedehnten Wohn- und Betriebsgebäude bis hin zu einem Brand in einem größeren Wohngebäude mit Massenanfall von Verletzten und Einsatz mehrerer Feuerwehren.

Einsätze dieser Art werden im Stadtgebiet Hilpoltstein vom Einsatzleitwagen ELW 1 der Feuerwehr Hilpoltstein aus geführt. Die dort eingesetzten Führungsgehilfen wurden während der Übung vor allem in Kommunikation, Dokumentation und Lagedarstellung geschult. Die Ausbildung der Führungskräfte erfolgte bei den Planübungen vor allem in der Beurteilung der Lage, in erforderlichen taktischen Maßnahmen und in der Befehlsgebung und Kommunikation zwischen den eingesetzten Kräften.

Bei den Übungslagen wurde zur Lagedarstellung das Führungshilfsmittel FüSys verwendet und für das Planspiel durch das Übungshilfsmittel FüPlan ergänzt. Die vereinfachte aber eindeutige Darstellung der eingesetzten Einheiten mit Magnetsymbolen wurde von den Übungsteilnehmern als hilfreich und unterstützend angesehen.

Am Ende der fordernden aber spannenden und lehrreichen Veranstaltung waren sich die Teilnehmer einig, dass die Ausbildung vor allem aufgrund der Realitätsnähe und der Übungsobjekte im unmittelbaren Einsatzbereich wesentlich zur Verbesserung von Einsatztätigkeiten und somit auch zur Sicherheit der Bürger der Gemeinde Hilpoltstein beigetragen hat.

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