Digitalfunkgeräte an Feuerwehren im Brandbezirk Hilpoltstein übergeben

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Freitag, 13. Juni 2014

Von Rudolf Heubusch

Bei einer Zusammenkunft im Feuerwehrgerätehaus Hilpoltstein, an der neben Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl die Kommandanten der Ortsteilwehren, die über ein oder mehrere Fahrzeuge verfügen, (neben Hilpoltstein sind dies Hofstetten, Jahrsdorf, Meckenhausen, Unterrödel und Zell) teilnahmen, wurden die ersten Funkgeräte für den Digitalfunk offiziell übergeben.

Wie bereits mehrfach berichtet, wird in Mittelfranken der Digitalfunk – und hier besonders in den Landkreisen Roth, Weißenburg-Gunzenhausen, Nürnberger-Land und der Stadt Schwabach – federführend in Bayern eingeführt. Um diese Aufgaben für ihre Feuerwehren stemmen zu können, haben sich die Gemeinden in diesen Landkreisen entschlossen, gemeinsam zu handeln. Die Stadt Hilpoltstein hat hierfür in diesem Jahr 70.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Für 2015 werden voraussichtlich weitere 70 - 80.000 Euro benötigt.

In seiner Begrüßung sagte der Kommandant der Stützpunktwehr, Jürgen Flierl, dass man derzeit nahezu täglich Berichte über den Fortschritt des Digitalfunks bei den Feuerwehren im Landkreis Roth in den Tageszeitungen lesen könne. Er könne nun mit großer Freude berichten, dass in die Fahrzeuge der Stützpunktwehr und die von Meckenhausen bereits die neuen Digitalfunkgeräte eingebaut seien.

Der für den reibungslosen Betrieb der Funkkommunikation im Landkreis zuständige Kreisbrandmeister (KBM) Michael Stark betonte, dass die Einführung des Digitalfunks für die „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ BOS ein bundesweites Projekt sei. Es sei gut, dass sich die Gemeinden und Städte beim Einkauf und der Schulung zusammengeschlossen hätten, da sie hierdurch bessere Preise erzielen könnten. Bei diesen Verhandlungen sei man übereingekommen, dass man die Geräte der Firma SEPURA kaufen werde. Abzüglich aller Zuschüsse durch den Freistaat Bayern würde ein Fahrzeugfunkgerät etwa 250 Euro kosten, betonte Stark weiter. Diese Preise seien auch in naher Zukunft sicher. Die Schulung der Aktiven geschähe durch sogenannte "Multiplikatoren", die diesen zunächst die wichtigsten Funktionen, die ihnen auch schon aus dem Analogfunk bekannt sind, beibringen. Im Brandbezirk Hilpoltstein sind dies: Uwe Banar, Ralf Dressen, Wolfgang Kaiser, Matthias Massopust, Anton Seitz und Stefan Scharnagl. KBM Stark sagte, dass die Einführung des Digitalfunks ein großer Meilenstein für die Feuerwehren sei und die Kommunikation erheblich verbessern würde. Er dankte der Stadt Hilpoltstein und den Multiplikatoren für die Finanzierung und die Schulung der Aktiven.

Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl dankte den Kommandanten und den Multiplikatoren ebenfalls für ihre nicht unerhebliche Arbeit, die sie in den zurückliegenden Wochen und Monaten in diese Thema investiert hätten. Er betonte, dass der Umfang dieser Aufgaben ohne die Mitarbeit der Feuerwehren nicht möglich gewesen wäre. Die bisherigen Kosten - derzeit seien etwa 30.000 Euro ausgegeben worden - seien im heuer veranschlagten Rahmen und würden diesen auch künftig nicht sprengen. Bis alle der 18 Feuerwehren im Brandbezirk mit Digitalfunk ausgestattet seien, würde noch bis 2015 dauern.

Kreisbrandinspektor (KBI) Erhard Schneider freute sich, dass ein Großteil der Fahrzeuge im Brandbezirk bereits mit der neuen Technik ausgestattet sei. Er dankte der Stadt, den Verantwortlichen der Stützpunktwehr und den Multiplikatoren für ihre Arbeit und betonte, dass für das Testen der neuen Technik auch ein gewisser Mut erforderlich sei. Im Landkreis sei durch die Federführung von KBM Michael Stark ein einheitliches Konzept für den Betrieb des Digitalfunks erarbeitet worden. Erhard Schneider riet den Kommandanten, in naher Zukunft den Betrieb des Digitalfunks beispielsweise mit der Leistungsprüfung in der Variante 3 zu üben. „Erfolg ist nur möglich, wenn wir alle zusammenhalten“, betonte KBI Schneider zum Schluss.

Der für den Brandbezirk Hilpoltstein zuständige KBM Michael Krauß sagte, dass er bereits im Jahr 2010 eine Anfrage bezüglich Digitalfunk gehabt habe, damals aber nur wenig zu diesem Thema wusste. Krauß bezichnete den Digitalfunk als eine große Herausforderung - vor allem für die Ortsteilwehren, die nur über einen Tragkraftspritzenanhänger verfügen - und riet allen, dass sie nur durch Üben zu einem sicher en Betriebsablauf kommen könnten. Mit seinem Dank an die Führung der Stützpunktwehr und die Stadt mit Bürgermeister Markus Mahl und der nochmaligen Aufforderung an alle „üben, üben, üben“ schloss er sein Statement.

Nach der Besprechung konnten sich die Anwesenden die verschiedenen Funkgeräte ansehen und teilweise auch ausprobieren.

Die beigefügten Bilder zeigen (1) Bürgermeister Markus Mahl, der sich in einem Löschfahrzeug die digitalen Funkgeräte durch Matthias Massopust erklären lässt. Bild (2) zeigt die Multiplikatoren zusammen mit KBM Michael Stark (links), die im Brandbezirk Hilpoltstein für die Ausbildung der Aktiven zuständig sind und Bild (3) zeigt alle Telnehmer an der Besprechung zur Übergabe der Digitalfunkgeräte.

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