31. Katastrophenfußballturnier

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Freitag, 11. März 2016

HILPOLTSTEIN - Auch beim diesjährigen Hilpoltsteiner Katastrophenfußballturnier, das bereits zum 31. Mal und heuer als "Bubble-Football" - bei dem die vier Spieler jeder Mannschaft mit dem Oberkörper in einem "Bumperz", einem großen Ball stecken und so versuchen müssen, Fußball zu spielen - durchgeführt wurde, ist der eigentliche Gewinner die Kameradschaft, auch wenn der sportliche Sieger wieder Polizei (POL) heißt. Auf den weiteren Plätzen folgten das Technische Hilfswerk (THW), die Feuerwehr (FF) und eine Spielgemeinschaft von BRK-Bereitschaft und Wasserwacht (BRK/WW). Mit acht Treffern wurde Michael Lang von der Polizei Torschützenkönig. Nach den Spielpaarungen wurde noch ein Sieger im "Siebenmeterschießen", bei dem der Schütze - im Kopfstand im "Bumperz" - mit möglichst wenigen Schüssen ein Tor erzielen musste: Hier siegte Andreas Stöckl von der SG BRK/WW mit drei Versuchen vor der Feuerwehr mit vier und der Polizei mit acht Versuchen.

Das Turnier, das heuer von der Polizei-Inspektion Hilpoltstein unter der Leitung von Stefan Wenzel ausgerichtet wurde, lockte zahlreiche Zuschauer in die Dreifachturnhalle am Gymnasium, die sich dort bei Kaffee und Kuchen vergnügen konnten. Besonders den Zuschauern bereitet diese Art Fußball zu spielen, ein großes Vergnügen: Wenn die Spieler versuchen, den Ball zu treffen und von einem gegnerischen Spieler gestört werden, kann es schon möglich sein, dass beide nach ihrem Zusammenprall - da sie jeweils eine Körperbreite von rund eineinhalb Metern haben - teilweise im hohen Bogen umfallen. Hierbei kann es auch sein, dass der eine oder andere Spieler einige Blessuren davonträgt.

Zur Siegerehrung trafen sich die Teilnehmer in der Unterkunft des Technischen Hilfswerks. Hierbei betonte Stefan Wenzel, dass er von allen Mitspielern - selbst von dem, der sich leicht verletzte - ein sehr positives Feedback erhalten habe und schon jetzt überlegt werde, ob man das Katastrophenturnier auch im kommenden Jahr wieder auf diese Art durchführen werde. Bei der Turniervorbereitung sei er auf "alte" Unterlagen aus den Anfangsjahren des Turniers gestoßen, in denen zu lesen war, dass sich das Turnier über zwei, oder sogar drei Tage hinzog. Wenzel dankte vor allem der Metzgerei Eberle, der Fahrschule Olaf Großhauser, Fliesen Just und der Pyraser Landbrauerei, ohne deren Unterstützung die Durchführung des Turniers nicht möglich gewesen wäre. Der vom bisherigen Leiter der Polizeiinspektion Hilpoltstein, Otto Hamperl gestiftete neue Wanderpokal verbleibt nach dem Turniersieg zunächst weiterhin dort. Auch Stefan Wenzel betonte, dass nicht die Tabelle, sondern die Kameradschaft im Vordergrund des Turniers stünde.

Hilpoltsteins dritter Bürgermeister Josef Lerzer freute sich in seinem Grußwort, dass gerade hier die Tradition so hoch gehalten werde. Er sei froh, dass in Hilpoltstein alle Hilfsorganisationen vorhanden seien und diese - nicht nur bei den Einsätzen - so hervorragend zusammenarbeiten würden. Lerzer erinnerte kurz an seine Kindheit, als er vor den Polizisten - die zu dieser Zeit teilweise mit dem Rad unterwegs waren. Angst hatte und von seiner Mutter beruhigt wurde, dies seien "Freunde und Helfer". Deshalb schlug er auch vor, das Turnier in "Freunde und Helfer Turnier" umzubenennen, doch stieß er damit nicht auf offene Ohren. Josef Lerzer dankte den Mitgliedern der Hilfsorganisationen im Namen der Stadt Hilpoltstein für ihre Tätigkeiten zum Wohle ihrer Mitbürger und dankte besonders Stefan Wenzel und seinem Team für die Organisation des Turniers.

Auch Landrat Herbert Eckstein war entschieden dagegen, das Turnier nach 31 Jahre umzubenennen, besonders da schon mehrere andere Gemeinden versucht hätten, ein solches nachzumachen - und kläglich gescheitert seien. "Hilpoltstein hat vor 31 Jahren ein Zeichen gesetzt, dass die Hilfsorganisationen auch neben dem Einsatzgeschehen zusammenarbeiten und vor allem auch zusammenspielen können", betonte Herbert Eckstein nicht ohne Freude. "Nahezu jeder in Franken kann - mehr oder weniger gut - Fußball spielen, allerdings geht einem Franken das Wort "Bubble-Ball" schwer über die Lippen". Eckstein dankte den Sponsoren, durch deren Zuwendung dieses Turnier erst möglich geworden sei. Nahezu jeder sei schon einmal in die Situation gekommen, in der er froh gewesen sei, dass jemand da gewesen sei, der ihm geholfen habe. Allerdings lebe auch der Staat davon, dass sich viele zusammenfänden, um anderen in Not und Gefahr zu helfen. Der Landrat dankte allen und besonders dem Team um Stefan Wenzel für die Ausrichtung des Turniers und bat, diese Art der Kameradschaftspflege nicht aufzugeben.

Die Ergebnisse der Begegnungen: FF gegen THW 4:2; POL gegen BRK/WW 13:2; THW gegen POL 2:4; BRK/WW gegen FF 1:3; POL gegen FF 6:4 und BRK/WW gegen THW 0:2 Tore.

Nach der Siegerehrung stellten sich die Vertreter der Mannschaften zusammen mit den Sponsoren und den Ehrengästen einem Erinnerungsbild.

Plazierungen:
1. Polizei
2. THW
3. Feuerwehr
4. BRK/Wasserwacht

Von Rudolf Heubusch





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